Zum kommenden Wintersemester 2025/26 läuft an der Uni Duisburg-Essen (UDE) ein neuer Masterstudiengang an: Anglophone Popular Culture. Für Informationen zur Entstehung, Studieninhalten und der Infoveranstaltung am 12. Juni haben wir mit Ansprechpartner Dr. Torsten Caeners gesprochen.
Wer sich gerne mit Populärkultur befasst, kann sich freuen: Ab dem kommenden Wintersemester könnt ihr euch auch akademisch mit dem Thema befassen. Der neue Masterstudiengang Anglophone Popular Culture läuft unter dem 2-Fach-Master und kann mit den bereits bestehenden geisteswissenschaftlichen Fächern beliebig kombiniert werden. Falls ihr also Anglophone Popular Culture mit dem existierenden Fach Anglophone Studies kombinieren wollt, könnt ihr das tun – und generiert so einen rein englischsprachigen 2-Fach-Master. Genau das war auch eine der Absichten hinter der Schaffung des Studiengangs, wie Torsten Caeners verrät: „Wir erwarten, dass der Master komplementär zu unseren jetzigen Mastern die Studierendenzahl erhöht“. Da die Zahlen der Studierenden sinken, sei es ein Anliegen des Instituts für Anglophone Studies gewesen, mit den vorhandenen Ressourcen ein Angebot zu schaffen, das nicht nur neue Studis anlockt, sondern auch „die Internationalisierung voranbringt“. Durch die Möglichkeit der Generierung eines rein englischsprachigen 2-Fach-Masters falle die Sprachbarriere für interessierte internationale Studis weg, wodurch dies ermöglicht werde.

Der Impuls für den neuen Master kam bereits vor einigen Jahren – der jetzige Entwurf des kommenden Studiengangs wurde in einer „Rekordzeit“ von unter einem Jahr akkreditiert, so Caeners. In einem Satz beschreiben würde er den neuen Anglophone Popular Culture Master als „eine Kombination aus akademisch fundierter Analyse und Methoden von alltäglichen Prozessen und Verhandlungen in der Gesellschaft“. Konkret heißt das, dass akademisch fundiert populärwissenschaftliche Themen behandelt werden sollen. Dementsprechend startet das erste Semester mit der Vermittlung von grundlegenden Theorien und einer Ringvorlesung, die diverse Aspekte der Populärkultur – etwa Comics, Graphic Novels, Filme, Gaming und auch Theme Park Studies – vorstellen soll. So wird im ersten Semester der Fokus auf einen Einstieg in die breite Welt der Populärkultur gelegt. Im Sommersemester starten dann die Wahlpflichtveranstaltungen. Von Torsten Caeners wird es „wahrscheinlich ein Superhelden-Seminar“ geben. Wichtig sei den Lehrpersonen, eine große Auswahl an Auswahlmöglichkeiten pro Seminar anzubieten, um den Studis ermöglichen zu können, nach Interesse zu studieren – „das ist ja der Sinn im Master“.
Neben einigen fest für den neuen Master verpflichteten Lehrpersonen der UDE, einsehbar im Modulhandbuch, sind auch Gastvorträge von Lehrenden anderer Universitäten, angelehnt an das Projekt AURORA, geplant. Ebenso sollen Medienschaffende des Bereichs „TikTok oder Media-Influencer“ für die Veranstaltungen des Moduls „Media Matters: Practical Applications in Media Production“ eingeladen werden, um Studis praktische Kompetenzen aus dem Arbeitsalltag zu vermitteln. So soll ein möglichst vielfältiges Angebot an Themen und Kompetenzen zur Populärkultur angeboten und vermittelt werden – „denn Populärkultur ist ja sehr breit, da kann man nicht alles machen“. Neue Stellen werden nicht geschaffen, da das Institut den Studiengang durch die sinkenden Studierendenzahlen „kapazitätsneutral“ halten müsse.
„Es soll natürlich auch Spaß machen.“
Drei Messages möchte Caeners Interessierten mitgeben: Erstens sei der neue Anglophone Popular Culture Master „dezidiert nicht als Spaßstudiengang gedacht“. Obwohl populärkulturelle Themen wie Filme und Freizeitparks mit Spaß behaftet seien, wird der Master so aufgezogen, dass „eine vernünftige methodische und analytische theoretische Grundlage“ vermittelt wird, um die zu lehrenden Inhalte angemessen analysieren zu können. Zweitens bedeute Anglophone Popular Culture nicht zwingend Contemporary Anglophone Popular Culture – es sollen also nicht nur akut zeitgenössische Themen, sondern auch Populärkultur aus vergangenen Jahrhunderten in Seminaren aufgegriffen werden, um bei Interesse auch diachrone und komparative Arbeiten zu ermöglichen. Drittens: „Es soll natürlich auch Spaß machen“. Die Lehrpersonen hoffen auf „sehr motivierte Studierende, die selbst in der Populärkultur aktiv sind, entweder als Rezipient:in oder vielleicht auch als Produzent:in“, so Caeners. Da jede:r auf die eine oder andere Weise involviert in populärer Kultur sei, „hoffen wir, dass sich Synergieeffekte entwickeln“ – dass sich motivierte, engagierte Studis finden – „und das wollen wir natürlich auch bestmöglich unterstützen“, so Caeners.
Am 12. Juni findet von 12 bis 13 Uhr eine Infoveranstaltung für Interessierte zum neuen 2-Fach-Master in Raum R11 T04 C84 am Essener Campus statt.
Genauere Infos zum Studiengang inklusive Modulhandbuch und Studienverlaufsplan findet ihr hier: https://www.uni-due.de/anglistik/2ma_pop_cult
