Artikel: Julika Ude & Volker Strauß
Die Liste SliDO, die sich 2023 gegründet und ins StuPa wählen lassen hat, tritt dieses Jahr wieder bei den Wahlen für das Parlament an. Mit ins neue StuPa will sie Ideen für mehr Digitalisierung nehmen, Studierendennähe herstellen und eine gute Zusammenarbeit mit anderen Listen beibehalten. Für die Liste spricht Noah Degner mit uns.
Noah ist 20 Jahre alt, wohnt in und kommt aus Essen. Er studiert Angewandte Informatik am Campus Duisburg. Er kandidiert nun das dritte Mal für einen Sitz im StuPa, aber wenn er nicht im Parlament diskutiert, chillt er gerne mit Freund:innen und engagiert sich im Fachschaftsrat. Außerdem ist er Listen- und Fraktionssprecher von Studi Löw, die Liste, für die er für das StuPa kandidiert, die er uns vorstellt und „für die er auch einstehe”.
Anders als andere Listen, stehe die Liste SliDO keiner Partei (inhaltlich) nahe. Sie sind aus der lokalen Studierendenschaft entstanden – „uns gibt es nur hier”, so Noah.
Das spiegelt sich auch in den Anliegen und der Zusammensetzung der Gruppe wider. Die Liste bestehe derzeit aus Personen, die sich jeweils auch in Fachschaftsräten engagieren oder engagiert haben, am Campus Essen sowie in Duisburg. Und genau hier liegt auch eine der Leitideen der SliDO Gruppe: „Wir finden Fachschaften sehr wichtig und wollen, dass Fachschaftsräte mehr gestärkt werden.” Noah Degner erzählt uns, dass die Liste davon überzeugt sei, dass da sehr gute Arbeit für die Studierenden geleistet werden kann und, dass hier auch ein „recht guter Kosten-Nutzen-Faktor” bestehe: „Also die Fachschaftsräte machen das alle ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung. Also quasi kostenlos.” SliDO findet, dass deren Arbeit näher an den Studierenden ist. „Die Leute aus dem Fachschaftsrat sieht man dann eher im eigenen Hörsaal. Und ich denke, diese Nähe ist dann sehr angenehm für die Studierenden.”
Noah verspricht, es gehe der Liste aber nicht nur um Fachschaften: „Auch generell sind wir offen im Denken. Wir sind natürlich auch für die Gleichbehandlung aller Studis. Und alles, was damit einhergeht.” Quoten, zum Beispiel für Nicht-Akademiker:innen-Kinder, FLINTA* oder Personen mit Migrationsbiografie, gibt es innerhalb der Liste, oder bei den StuPa-Kandidaturen nicht. Die Liste sei aber für alle offen und nehme lieber mehr engagierte Personen auf, als weniger, dafür aber quotiert. Generell würden sie sich über Neuzuwachs und Engagement aus der Studierendenschaft freuen – auch ohne Fachschaftshintergrund.
Wie steht es um die flexible Klausuranmeldung und mehr hybride Lehre?
Vor der letzten StuPa Wahl hat SliDO unter anderem damit Wahlkampf gemacht, die Fachschaften zu stärken. Noah Degner zieht dazu Bilanz und erklärt: „Was wir umsetzen konnten, ist nicht direkt, dass die Fachschaften in der Satzung festgelegt mehr Finanzmittel bekommen, aber im aktuellen Haushalt bekommen die Fachschaften mehr, als ursprünglich angedacht.” Im Haushalt des StuPa ist festgelegt, wie viel Geld beispielsweise die Fachschaften pro Student:in an der UDE erhalten. Weil die Studierendenzahlen sinken, hätte das also erstmal bedeutet, dass es weniger Mittel für die Fachschaften gäbe. „Da dann mehr oder minder konstant noch die Mittel zu halten, damit die Fachschaften davon nicht so hart getroffen sind, ist eine gute Errungenschaft”, denkt Noah. Auch das Wahlrecht von Fachschaften sei angepasst worden, da habe es eine Unstimmigkeit zwischen Satzung und Wahlordnung gegeben: „Das fällt den anderen [Listen] vielleicht nicht auf, weil die nicht damit arbeiten müssen. Aber wir können das einbringen.”
Weitere Anliegen, mit dem SliDO Wahlkampf machte, wie die Stärkung der hybriden Lehre, oder eine flexible Klausuran- und abmeldung zu etablieren, haben „leider nicht so gut geklappt.” Noah erzählt, dass die Liste da mehr Arbeit rein investieren hätte können, dass das aber auch etwas sei, das ein StuPa nicht direkt beschließen könne. „Diese Meinung aus der Opposition weit zu tragen, bis die bei den Lehrenden ankommt, ist ein weiter Weg.” Den hätte SliDO nicht bestreiten können. Für die flexible An- und Abmeldung sei der Weg noch etwas weiter.
Für einen Studiausweis, den man digital aufladen kann
Für diesen Wahlkampf möchte die Liste ihre Grundsätze klarstellen, wie Fachschafts- und Studierendennähe zum Beispiel. SliDO möchte außerdem Mobilitätsangebote wie das Semesterticket und Nextbike weiter erhalten und mehr Digitalisierung an den Campus bringen. Der AStA könnte neue Anschaffungen verwalten und dann anderen Gremien und der Studierendenschaft anbieten, die Infrastruktur mitzunutzen. Außerdem werde von der Universität unter anderem eine digitale Klausureinsicht und vom Studierendenwerk die Möglichkeit einer Online-Aufladung des Studiausweises gefordert.
Noah freut sich auf den diesjährigen Wahlkampf, und darauf, mit Studierenden ins Gespräch zu kommen. Wenn ihr die Liste nicht am Campus antrefft, könnt ihr Fragen auch per Mail an slido@uni-due.de oder über Instagram unter slido_ude stellen.
