Wieder leere Wahlurnen? [Illustration: Lisa Johanna Enninger]
Posted in

Quacks & Co. will ein StuPa für Alle

1. Juli 2025

Louis Wüstkamp kandidiert bei den momentan stattfindenden StuPa-Wahlen für Quacks & Co., eine neue Liste, die sich aus Referent:innen der autonomen Referate gegründet hat. Sie möchten sich dafür einsetzen, dass das StuPa gerechter mit marginalisierten Gruppen umgeht.

Die autonomen Referate sind an der UDE Teil der verfassten Studierendenschaft und vertreten die Belange ihrer jeweiligen Statusgruppe. Es gibt das Internationale Referat, das Referat der Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung, das Queerreferat, das Fachschaftenreferat und das Feministische Referat. Sie alle haben Referent:innen, die von der Gruppe von Studierenden, die einem Referat angehören, gewählt werden. Eine:r dieser Referent:innen ist Louis Wüstkamp. Dey hat uns im Interview erklärt, wofür Quacks & Co. als Liste steht und was die Listenmitglieder dazu motiviert hat, sich zu dieser Liste zusammenzufinden.

Louis stellt direkt zu Beginn klar, dass Quacks & Co. nicht den Anspruch hat, das StuPa anzuführen, sondern „zusätzlich da zu sein, um mit dem Rest des StuPas die Uni diverser zu machen“. In diesem Bereich sehen sie auch heute noch viel Handlungsbedarf, den auch Vorfälle wie das jüngste Besprühen von Schaukästen des Queer-Referats zeigen. Einer ihrer Hauptpunkte, die sie in der nächsten Legislaturperiode angehen möchten, ist es, Veranstaltungen, die das StuPa finanziert, barrierefrei zu gestalten. Sie möchten dafür sorgen, dass diese Veranstaltungen „mit Awarenessteams ausgestattet sind“ und „dass alle Studierenden teilhaben können an Veranstaltungen, die eben für Studierende sind und nicht nur für die Leute, die eh überall teilnehmen können“.

Ein weiteres Vorhaben, das Quacks & Co. am Herzen liegt, ist es, Menstruationsprodukte auf allen Toiletten zur Verfügung stellen zu wollen – nicht nur auf Frauentoiletten. Laut Louis haben die Listenmitglieder von Quacks & Co. viele Ideen, wie sie diese und andere Themen, die die Diversität an den Campus fördern, angehen möchten. Durch ihre Arbeit als Referent:innen der autonomen Referate haben sie zwar schon Erfahrungen in der Hochschulpolitik, sind aber gespannt auf die Abgeordnetenarbeit im und rund ums StuPa.

An der Gründung der Liste waren alle autonomen Referate beteiligt und von ihnen allen haben sich nun auch Kandidat:innen für Quacks & Co. aufstellen lassen. Louis geht nicht davon aus, dass sie bei dieser Wahl viele Sitze erhalten werden. Dey glaubt aber, dass sie es gerade dadurch schaffen werden, eine ständige Präsenz im Parlament zu haben: „Unsere Liste ist so besetzt, dass die obersten drei Personen immer da sein können. Darüber hinaus haben wir immer Stellvertreter:innen, die zur Not aushelfen können. Für uns ist es wichtig, dass wenn wir schon die Möglichkeit haben, mitzureden, wir auch anwesend sind. Da kann man sich für jede Liste aufstellen lassen – wenn man nicht da ist, kann man es auch eh sein lassen.“

Finanziert wird Quacks & Co. von keiner externen Stelle. Der Wahlwerbungsgrundbetrag des StuPas ist außerhalb der eigenen Taschen das einzige Geld, das sie erhalten.

Der prägnanteste Satz aus diesem Gespräch ist wohl „Quacks und Co. möchte ein Stupa für alle“.

Moritz ist 25 Jahre alt und seit August 2024 Teil der ak[due]ll-Redaktion. Er studiert an der UDE Kommunikationswissenschaft und Germanistik. Als Redakteur schreibt er vor allem Artikel über lokale und Campus-Themen. Sein Redaktionskürzel ist [mok].

Moritz Karrer

Moritz ist 25 Jahre alt und seit August 2024 Teil der ak[due]ll-Redaktion. Er studiert an der UDE Kommunikationswissenschaft und Germanistik. Als Redakteur schreibt er vor allem Artikel über lokale und Campus-Themen. Sein Redaktionskürzel ist [mok].

Mehr von Moritz Karrer