Seit ich aus moralischen und finanziellen Gründen von Spotify zu Tidal gewechselt bin und ich mich nicht mehr so sehr auf Discover Weekly Playlists verlassen kann, um neue Musik zu entdecken, habe ich eine neue Nr. 1 Inspirationsquelle: TikTok. Hier findet ihr die besten Finds bis jetzt.
1 Flawed Mangoes – Surreal
Vor allem bekannt durch virale hope-core sounds und traumhafte Videos, veröffentlichte der Amerikaner zuletzt einen rockigen Shoegaze-Song mit schweren Gitarren gepaart mit einer Feedback-ähnlichen quietschigen Gitarrenmelodie, die so eigen ist, dass sie mir einfach nicht mehr aus dem Kopf geht.
2 Lola Young – Wish You Were Dead
Ja, ja, ich weiß. Lola ist mittlerweile nun wirklich keine Entdeckung mehr. Ihr Song Messy läuft zur Zeit überall rauf und runter, besonders aus unseren Ohren heraus. Aber der etwas ältere Track Wish You Were Dead hat es in sich. Die Paarung aus RnB, einer wahnsinnig guten Liveband und einem rockigen punchy Chorus, ist wirklich hörenswert.
3 Ayleen Valentine – into me
Die Bedroom Produzentin hat mit diesem Song eine düster-hoffnungsvoll, sexuell explizite und verträumte Sad-Girl-Hymne geschaffen. Der Chorus erinnert sehr an den Gesang von Elizabeth Frazer bei den Cocteau Twins und das gekonnt – ohne wie eine Kopie zu wirken.
4 Annie DiRusso – Legs
Mit cleveren und selbstbewussten Lyrics, einem poppigen Grunge-Rock-Sound und sehr viel Coolness und Können beweist die Musikerin, dass sie sich selbst, das Leben und unzuverlässige Liebhaber:innen nicht so ernst nimmt. Nun spielt sie den Song sogar bei Jimmy Kimmel Live, wofür sie auf TikTok nach Hilfe bei der TV-freundlichen Bereinigung der Zeilen “I don’t give a shit / If we fuck or we date” bat – gar nicht so einfach!
5 Mother Soki – Rivet Gun
Die Künstlerin selbst beschreibt den Vibe des Songs selbst als Soundtrack eines “80s dark fantasy movie”. Irgendwo zwischen Clairo meets Lana, dark electronica und zartem Folkgesang bahnt sich die Künstlerin ihre Runden durch den Algorithmus.
6 Adam Spry – Didn’t I?
Offenhörbar inspiriert durch den nostalgischen Sound der Beatles spielt sich Mittvierziger Familienvater und mit einer einfallsreichen Marketingstrategie viele Views ein. “My Gen Z cousin told me that a video of me just walking around with my song playing in the background would get more people to listen than spending a fortune on ads.” – Wo er recht hat, hat er recht, der Cousin. Nichts geht doch über die heilsame Wirkung eines freundlich dreinschauenden Boomers, der noch seinen Traum verwirklicht.
7 Essy Sparrow – Delusional Bedtime Story
Die in Cornwall lebende Folk-Künstlerin verkörpert die Frau von Nebenan – eine Prise Cottage-Core, aber mit Real-Life-Ästhetik. Nahbar, intim und minimalistisch instrumentalisiert glänzen ihre Songs, begleitet von Storytimes, Selfies und wunderschöner Landschaft.
8 Milune – Moonflower
Pink, pink und nochmal Pink. Die queere Sängerin macht Popmusik mit catchy Melodien und ist zudem noch eine geborene Entertainerin, die mit den Größen am Popsternehimmel mit den Sabrinas und Chappells dieser Welt mithalten könnte.
9 Chloe Slater – Nothing Shines On This Island
Indie Sleaze is BACK! Die junge Britin verkörpert eine vergangene Zeit, die uns alle verbindet: die 2010er. Sie ist wütend auf die Regierung und das Patriarchat und macht die Tyrannen wortgewandt in ihrem Sprechgesang zur Schnecke.
10 Manta – wishful thinking
DIY durch und durch. Inspiriert vom Sound von Mk.gee und Dijon kreiert der Indie-Musiker und Produzent seine Songs Zuhause. Dazu macht er auch noch super kreative, collagenartige Visuals, die wie ein Coming-of-Age-Film à la Michel Gondry wirken.
