Ab Freitag, 09. Januar um 21 Uhr, kommt es bis zum 6. Februar 2026 zu weitreichenden Verkehrseinschränkungen zwischen den beiden Uni-Standorten Duisburg und Essen. Mehrere zentrale Bahnstrecken im Schienenverkehr des Ruhrgebiets sind gesperrt. Wir haben alle Infos und Ressourcen für euch zusammengetragen.
So kommt ihr weiterhin von A nach B
Im Regionalverkehr (RE, RB, S-Bahn) sind mehr als zehn Linien betroffen. Zwischen Duisburg und Essen gibt es nun erstmal keine direkten Zugverbindungen. Viele der Regionalexpresslinien werden umgeleitet, fallen aus oder enden früher. Deshalb wurde der Schienenersatzverkehr (SEV) rund um Duisburg, Mülheim und Essen geplant:
- Zwischen Essen und Duisburg fährt ein SEV-Bus RE1 über Mülheim im 10-Minutentakt.
- Dazu kommt noch der SEV RE19, der zwischen Oberhausen und Duisburg tagsüber alle 10 Minuten fahren soll.
- Die S6 zwischen Essen und Düsseldorf steht euch seit Mitte Dezember auch wieder zur Verfügung.
Alternativ können Studierende den zuletzt angepassten Shuttlebus-Dienst der UDE nutzen, um zwischen Essen und Duisburg zu pendeln. Bedenkt jedoch, dass der neue Service mit weniger Plätzen als zuvor ausgestattet ist, welche via der ‚UDE Shuttle‘ App gebucht werden müssen.
Auch der Fernverkehr ist von den Sperrungen betroffen: Fernzüge, also ICE und IC, fahren in dieser Zeit nicht zwischen Düsseldorf und Essen. Die Halte in Duisburg sowie Oberhausen entfallen. Pendler müssen auf Umleitungen ausweichen oder umsteigen. Eine Grafik vom VRR zu den (Teil-)Ausfällen findet ihr hier.
Wodurch entstehen die Sperrungen?
Die Gründe für Sperrungen sind vielfältig und werden Reisen auch nach Februar noch beeinträchtigen. Wir haben deshalb ein paar der größeren Projekte, die in diesem Jahr zu Beeinträchtigungen führen, zusammengetragen:
Autobahnkreuz Kaiserberg
Grund für die Sperrung sind Aus- und Umbauarbeiten am Autobahnkreuz Kaiserberg (A3/A40) in Duisburg. Weil die Autobahn unmittelbar über wichtigen Bahntrassen verläuft, ist dafür eine vollständige Gleissperrung nötig. Die betroffene Strecke gehört zu den am stärksten frequentierten Bahnverbindungen in Nordrhein-Westfalen, sie verbindet das Rheinland mit dem Ruhrgebiet und ist ein zentraler Knotenpunkt für Fernverkehr, Regionalzüge und S-Bahnen.
Das Umbauprojekt der Autobahn GmbH begann bereits im Dezember 2022 und soll acht Jahre lang dauern. Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Strecke mehrfach wegen Bauarbeiten gesperrt. Auch im Herbst 2026 (9. bis 30.10.2026) sollen weitere Arbeiten am Kaiserberg-Knoten erfolgen. Die daraus entstehenden Sperrungen für Autofahrer:innen findet ihr hier.
Die Deutsche Bahn nutzt den Stillstand für eigene Arbeiten, z.B. für Brücken- und Oberleitungsarbeiten zwischen Mülheim a.d.R. und Duisburg. Einen Überblick über alle Maßnahmen, die im Zeitraum von Anfang Januar bis Anfang Februar durchgeführt werden sollen, findet ihr hier.
Duisburg Hbf
Während die DB die Sperrungen aufgrund des Autobahnkreuzes nutzt, um auch am Duisburger Hauptbahnhof voranzukommen, sorgt die dortige Dauerbaustelle dieses Jahr noch für weitere Einschränkungen. Denn dort wird seit 2022 die gesamte Gleishalle für rund 260 Millionen Euro modernisiert. Ab Februar 2026 stehen Umbauarbeiten am Bahnsteig 2 mit den Gleisen 3 und 4 an. Dieser wird für rund ein Jahr gesperrt sein. Betroffene Zuglinien sind RE 44 (Moers bis Bottrop) und RB 32 (Dortmund bis Duisburg). Updates zu den Umbauarbeiten und ihren Hintergründen gibt es im BauInfoPortal der DB.
ÖPNV-Situation in Essen und Umgebung
Auch im städtischen Nahverkehr meldet die Ruhrbahn parallel Einschränkungen in 2026. Denn auch hier wird z. B. am Großprojekt CITYBAHN gebaut, das direkte Verbindungen vom Essener Westen in den Osten schaffen soll. Dieses Projekt soll in drei Bauabschnitten realisiert werden, zu denen ihr hier weitere Informationen findet.
Auch an anderen Stellen finden teilweise umfangreiche Bauarbeiten statt. Auf der Steeler Straße wurde bereits im Sommer 2025 mit Gleis- und Kanalarbeiten begonnen, die den ÖPNV dort für fünf bis sechs Jahre beeinträchtigen werden.
Die aktuellen Fahrgastinfos zeigen, dass es laufend Umleitungen, Ersatzverkehre und Haltestellenänderungen bei Straßenbahn- und Buslinien gibt. Mit den Verkehrsinfos auf der Ruhrbahn Website könnt ihr euch immer auf den neuesten Stand halten.
Eine Übersicht des VRR zeigt alle anstehenden Einschränkungen 2026 im Regionalverkehr.
Besser planen
Als Studis solltet ihr also in den nächsten Wochen etwas früher Haus oder Wohnung verlassen, um zeitig an eurem Ziel anzukommen. Die oben erwähnten Ressourcen können euch aber helfen, eure Strecken besser zu planen und immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Speichert euch die Seite Zuginfo.NRW ab und checkt dort regelmäßig die Fahrten.
Ansonsten könnt ihr den Instagram- Post zu diesem Artikel nutzen, um eine Mitfahrgelegenheit zu finden. Egal wie, wir wünschen euch eine gute Reise und ausreichend Geduld!
Quellen:
