Studierende aus dem Aurora Netzwerk bei der Konferenz „Challenges in Europe“ im Juni 2025 in Amsterdam; ein Beispiel für die internationale Zusammenarbeit und gemeinsame Lehre innerhalb von Aurora. [Foto: Florian Freitag]
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Aurora Annual Conference an der UDE

6. Mai 2026

Vier Tage lang wird der Duisburger Campus zum europäischen Treffpunkt, wenn Mitte Mai Studierende, Lehrende und Hochschulmitarbeitende aus verschiedenen Ländern zusammenkommen, Ideen austauschen und gemeinsam an neuen Lehrformaten arbeiten. Dann ist Aurora zu Gast an der Universität Duisburg-Essen. Vom 18. bis 21. Mai findet hier die Aurora Annual Conference statt – das zentrale Treffen der Aurora European Universities Alliance.

Kern der Veranstaltung ist nicht nur, neue Ideen für die Hochschullehre zu diskutieren, sondern sie gemeinsam im Austausch zwischen Universitäten, Disziplinen und Studierenden zu erproben, weiterzuentwickeln und direkt in die Praxis zu bringen.

Was ist Aurora?

Die Aurora European Universities Alliance wurde 2019 im Rahmen einer europäischen Initiative gegründet, die auf Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zurückgeht. Das Netzwerk verbindet heute neun Universitäten sowie zahlreiche Partnerinstitutionen. „Unsere acht Partner von Italien bis Island und von Spanien bis Tschechien“ gehören ebenso dazu wie „sehr engagierte assoziierte Partner aus der Slowakei, Bulgarien, Nordmazedonien, der Ukraine und neu auch aus Kanada,“ erklärt Prof. Dr. Florian Freitag, einer der beiden Leiter des Aurora Hub „Culture: Identities and Diversities“.

Aurora verfolgt das Ziel, Studierende besser auf gesellschaftliche Herausforderungen vorzubereiten und ihnen Kompetenzen zu vermitteln, um aktiv Verantwortung zu übernehmen. Für Freitag zeigt sich der Mehrwert ganz konkret im Studienalltag: „UDE-Studierende sind quasi automatisch auch Aurora-Studierende – und damit steht ihnen das gesamte Angebot von Aurora zur Verfügung. Es ist wie eine Super-Uni mit Standorten in ganz Europa!“ Diese „Super-Uni“ funktioniert vor allem über gemeinsame Lehre. Gerade wird an der Entwicklung eines gemeinsamen Lehrveranstaltungsverzeichnisses „ein LSF für ganz Aurora, sozusagen“, gearbeitet.

Mitmachen, mitdenken, mitgestalten: Die Konferenz im Überblick 

Die Annual Conference ist das zentrale Treffen dieses Netzwerks. Eine Teilnahme ist sowohl vor Ort in Präsenz als auch digital möglich. „Studierende sind sehr herzlich willkommen – zum Reinschauen oder zum Mitmachen“, sagt Freitag. Die Konferenz bietet zahlreiche Gelegenheiten, sich aktiv einzubringen, mit Studierenden aus anderen Ländern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam neue Ideen für die Lehre zu entwickeln.

Das Programm kombiniert Vorträge mit praxisorientierten Formaten. Zu den Highlights zählen Keynotes, unter anderem von der Wissenschaftsjournalistin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim. 

Ein weiteres Beispiel ist der Programmpunkt Innopreneurship: From Peer Review to Revenue. Hier wird diskutiert und erprobt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse über klassische Publikationen hinaus Wirkung entfalten können, etwa durch Transfer in die Praxis, Kooperationen mit externen Partner:innen oder unternehmerische Ansätze. 

Weitere Programmpunkte widmen sich Themen wie nachhaltiger Entwicklung, digitaler Lehre oder internationaler Zusammenarbeit. Einen Überblick über alle Veranstaltungen bietet das offizielle Konferenzprogramm.

Neue Lehrformate für neue Herausforderungen 

Aurora arbeitet zu zentralen Zukunftsthemen in vier sogenannten Hubs, die von Nachhaltigkeit über Gesundheit bis hin zu Digitalisierung und kultureller Vielfalt reichen. „Im Gegensatz zu anderen Hochschulallianzen ist Aurora nicht auf ein bestimmtes Thema festgelegt. Uns geht es um Kompetenzen […]. Von Aurora sollen alle 260.000 Studierenden der neun Aurora-Universitäten profitieren können“.

Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind neue Lehrformate. Prof. Freitag entwickelt im Bereich „Culture: Identities and Diversities“ unter anderem sogenannte Micro-Credentials. Dabei handelt es sich um „Zertifikate zu Zukunftsthemen wie europäische Integration oder Diversität, die die Studierenden ohne großen zusätzlichen Aufwand erwerben können“.

Auch Lehrveranstaltungen wie „Challenges in Europe“ zeigen, wie internationale Zusammenarbeit konkret im Studium verankert werden kann: Studierende bearbeiten gemeinsam mit internationalen Partnern aktuelle europäische Herausforderungen.

Vernetzt über das Annual hinaus 

Die Annual Conference ist Teil eines kontinuierlichen Austauschs. „Wir haben unterschiedliche Arbeitsgruppen, die sich meist online treffen und zu denen Studierende problemlos dazustoßen können. Lokale Institutional Coordinators und das Central Office in Amsterdam behalten den Überblick“, erklärt Freitag.

Hinzu kommen zahlreiche internationale Begegnungen: „Mitte April etwa habe ich einen Workshop für Lehrende an unserer assoziierten Partneruniversität in Blagoevgrad in Bulgarien gehalten; im Juni geht es mit Lehrenden nach Amsterdam; und im September nehmen wir Master-Studierende mit auf Exkursion nach Paris“. Die Konferenz selbst bildet dabei den Höhepunkt: „Dann gibt es das Annual, bei dem sich die gesamte Aurora-Familie einmal im Jahr persönlich trifft“. Dass dieses Treffen in diesem Jahr an der UDE stattfindet, sei daher etwas Besonderes.

Auch Studierende können sich aktiv einbringen: „Sie können sich als Student Ambassadors vernetzen und die Arbeit von Aurora mitbestimmen. Natürlich kann man aber auch einfach an einem ganz spezifischen Projekt teilnehmen und z.B. eine neue Lehrveranstaltung mitentwickeln“.

Chancen und Spielräume für Studierende

Für Studierende an der UDE eröffnet Aurora neue Möglichkeiten: internationale Lehrangebote, Austausch mit Kommiliton:innen aus ganz Europa und die Chance, eigene Ideen einzubringen. „Das Aurora Annual kann auch der Startschuss für ein längerfristiges Engagement bei Aurora sein: hier kann man die Universität von morgen mitgestalten“, betont Freitag.

Gleichzeitig steht Aurora für einen umfassenderen Wandel. „Die europäischen Hochschulen machen sich gerade fit für die Zukunft – eine Zukunft mit mehr Studierendenmobilität, mehr Kompetenzorientierung, höherer curricularer Flexibilität“, sagt Freitag.

Die Aurora Annual Conference zeigt, wie sich Hochschulen in Europa verändern und welche Rolle Studierende dabei spielen können. Sie eröffnet nicht nur Einblicke in neue Formen von Lehre und Zusammenarbeit, sondern auch konkrete Möglichkeiten zur Mitgestaltung.

Für Studierende bedeutet das vor allem mehr Freiraum, mehr Verantwortung und die Chance, ihr Studium lokal an der UDE und gleichzeitig im europäischen Kontext aktiv mitzuprägen.

Cora ist seit Juli 2025 Redakteurin bei der ak[due]ll. Sie studiert Fotografie an der Folkwang Universität. Cora interessiert sich besonders für Themen an der Schnittstelle von Gesellschaft, Kultur und individueller Entwicklung. Neben ihrem Studium engagiert sie sich hochschulpolitisch, arbeitet an kreativen Projekten im Kulturbereich und glaubt daran, dass neue Formen von Arbeit, Bildung und Miteinander möglich sind, wenn wir den Mut haben, sie zu denken. Ihr Redaktionskürzel ist [col].

Cora Liebscher

Cora ist seit Juli 2025 Redakteurin bei der ak[due]ll. Sie studiert Fotografie an der Folkwang Universität. Cora interessiert sich besonders für Themen an der Schnittstelle von Gesellschaft, Kultur und individueller Entwicklung. Neben ihrem Studium engagiert sie sich hochschulpolitisch, arbeitet an kreativen Projekten im Kulturbereich und glaubt daran, dass neue Formen von Arbeit, Bildung und Miteinander möglich sind, wenn wir den Mut haben, sie zu denken. Ihr Redaktionskürzel ist [col].

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