Der Profi-Grill in Wattenscheid ist schon seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil der Imbisskultur. [Foto: Nikita Verbitskiy]
Posted in

4 der kultigsten Currywurst-Buden im Pott

30. Oktober 2025

Ein Symbol des kernigen Ruhrpott-Charmes – Auch wenn Berliner:innen ihn gerne mal für sich beanspruchen wollen, so ist die Mantaplatte doch nicht aus dem Pott wegzudenken. Buden gibts viele, aber hier findet ihr vier, die was Besonderes sind. 

Peter Pomm‘s Pusztetten-Stube in Duisburg Marxloh

Wie könnten wir Peter Pomm’s nicht erwähnen? Schließlich ist damaliger Begründer Peter Hildebrand überhaupt der Grund, dass wir den ewigen Kampf mit den Berliner:innen um das Currywurst-Patent gewinnen konnten. Bereits 1936 soll hier Hildebrand Currypulver englischer Art in seine Tomatensoße gemischt und so die Currywurst zum Leben erweckt haben – 13 Jahre vor der angeblichen Berliner Erfinderin Herta Heuwer. 

Heute ist Peter Pomm’s immer noch immer eine beliebte Anlaufstelle, sowohl für die lokal Ansässigen als auch für Pommes-Pilgerer aus ganz Deutschland. Sein Kultstatus ist nämlich schon so weit verbreitet, dass es eine ganze Facebook-Gruppe mit Fans der Pommesbude gibt. Diese schwören allerdings vor allem auf die namensgebenden Pusztetten – die „wohl leckersten Hackbällchen der Welt“ laut dem Forum. Vor Kurzem wurde der Status als Currywurst-Erfinder auch vom Duisburger Oberbürgermeister Sören Link samt goldener Plakette offiziell gemacht. 

Wurst-Willi in der Dortmunder Innenstadt

Bude ist in diesem Fall vielleicht sogar übertrieben – vielmehr handelt es sich bei Wurst Willi um einen kleinen Wagen mit ein paar überdachten Stehtischen davor. Aber was hier an Ladenfläche fehlt, wird durch Geschmack und Gefühl wieder wettgemacht. Dieses Jahr feierte der Wagen bereits sein 20-jähriges Bestehen. Und damit gehört er fest zum Inventar der Dortmunder Innenstadt. Direkt an der Ev. Stadtkirche Sankt Petri auf dem Hellweg gelegen, bildet sich hier immer eine Schlange aus treuen Stammkund:innen, egal ob Wind oder Wetter. 

Und das Rezept ist dabei denkbar einfach (das von der Soße kennen wir nur leider nicht, das wird gut beschützt, dafür kann man sie auch flaschenweise zum Mitnehmen kaufen). Knusprig gegrillte Wurst mit süßlich-scharfer Soße, die einfach süchtig macht. Dazu der berühmte Ruhrpott-Charme der Mitarbeitenden und vor allem kein unnötiger Schnickschnack, denn den braucht es beim besten Willen nicht. Unser Geheimtipp: Wenn ihr die Currywurst-Pommes zum Mitnehmen bestellt, gibt es erfahrungsgemäß immer mehr Pommes als bei der Variante “zum hier essen”, da der Behälter größer ist und einfach immer voll gemacht wird, aber das habt ihr nicht von uns. 

Profi-Grill in Bochum Wattenscheid

Mitten in Wattenscheid verbirgt sich ein echtes Juwel der Ruhrpott’schen Imbiss-Kultur. Der Profi-Grill macht seinem Namen alle Ehre, denn dahinter verbirgt sich die kulinarische Expertise des Sternekochs Raimund Ostendorp. Und das ist keine Übertreibung, Ostendorp hat im Zuge seiner Ausbildung als Koch bereits Preise abräumen dürfen und als Demi-Chef de Cuisine im Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurant Im Schiffchen in Düsseldorf gearbeitet. Doch mit 23 entschied sich der Koch, den Bochumer Imbiss zu übernehmen und verhalf ihm zu neuem Glanz. 

Hier findet ihr die perfekte Mischung aus bodenständigem Imbiss-Charme mit ordentlicher Qualität und hausgemachten Speisen. Das Essen wird auf Porzellan serviert und trotzdem ist es das, was man sich von einem urigen Imbiss wünscht – Currywurst, Pommes, Frikadellen und Schnitzel. Ein besonderer Tipp soll der Taxi-Teller sein, aber hier heißt es schnell sein: wenn er aus ist, ist er aus. Wir haben es leider nicht geschafft, ihn zu probieren. Ostendorp geizt übrigens nicht mit seinen Rezepten, heißt wenn ihr wollt könnt ihr die Currywurst auch Zuhause selbst nachmachen, das Rezept findet ihr auf der Website des Profi-Grills. 

Zum Xaver in Essen Holsterhausen

Ein Ruhrpott-Original ziert  seit 1959 den Essener Stadtteil Holsterhausen. Obwohl Inhaber Thomas Hartweg hier schon vor über 30 Jahren übernommen hat, ehrt er mit dem Namen nach wie vor den Gründer Xaver Schnöller. Hier wird frisch gearbeitet und vor allem – in bester Imbissbudenmanier – so kostengünstig, dass sich möglichst alle Kund:innen das Essen leisten können. Neben den Imbiss-Klassikern wie dem halben Hähnchen und natürlich der Currywurst gibt’s hier auch täglich wechselnde Mittagstische für etwas Abwechslung. 

Zum Xaver verbindet – hier ist jede:r willkommen und man trifft auf alles und jede:n, von der Holsterhausener Schickeria bis zum Malocher, denn lecker essen wollen wohl alle. Hartwegs Currysoßen-Rezept bleibt aber leider erstmal ein Geheimnis, nur dass sie klassisch auf Ketchup basiert, verrät er. Daher müsst ihr hier wohl mal selbst vorbei , um mehr herauszufinden.